Montag, 3. November 2008

Seit Jahren haben wir die Weihnachtsbeleuchtung an der Bahnhofstrasse kommentiert

Bei Kommunikationsprozessen gilt das Prinzip der Adressatenorientiertheit. Bei der Werbung müssen auch Kunden angesprochen werden. Auch bei der Weihnachtsbeleuchtung an der Bahnhofstrasse Zürich hätte man bei der Aenderung auch die Wünsche des Publikums auch berücksichtigen müssen. Doch nach der Installation den angeblich "modernen, neuen" Neonröhren wurde erst erkannt, dass diese kalte Bürobeleuchtung das Publikum nicht erwärmen konnte und alles andere als eine Weihnachtsstimmung (die durchaus kitschig sein darf) verbreitete. Erstaunlich, dass es so lange dauerte, bis man den Mut aufbrachte, den Fehler zu korrigieren.

Tagi -online:

Weihnachtsbeleuchtung: Zurück zum Baldachin

Die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse hat entschieden. Im November 2009 soll erneut ein Baldachin die Zürcher City in weihnachtliches Licht tauchen.

Nach nur vier Jahren weichen unbeliebten Leuchtstäbe wieder einem Lichterbaldachin

Im kommenden Jahr soll der Lichterbaldachin «Lucy» die Zürcher City weihnachtlich beleuchten. (Visualisierung: Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse)

Siegerprojekt Lucy: Begründung der Jury

Die Bahnhofstrasse erhält durch eine dichte Hängung von Lichtketten wieder einen weihnächtlichen Lichterhimmel. Die Autoren orientieren sich an der alten Weihnachtsbeleuchtung. Sie übertragen sie jedoch in die heutige Technologie. Anstelle von Glühbirnen leuchten ca. 150'000 LED's. Diese können einzeln angesteuert werden. Geplant ist, feine Bewegungen ins Lichtermeer zu bringen, sachte sich bewegende Lichtwolken zu bilden oder einen sanften Lichterregen. Die LED's leuchten warmweiss über die Bahnhofstrasse. Das Projekt Lucy besticht durch seine Poesie und den gekonnten Umgang von bekannter und beliebter Atmosphäre mit neuester Technologie, wobei Letztere ganz klar im Dienste der Ersteren steht. Es wird eine intensive weihnächtliche Stimmung erzeugt, ohne dem Kitsch zu verfallen.

An Weihnachten 2008 wird die Bahnhofstrasse noch von den Röhren des «Worlds Largest Timepiece» erleuchtet. Doch schon im kommenden Jahr soll die Zürcher City unter dem Lichtermeer «Lucy» erstrahlen. Die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse hat anlässlich ihrer heutigen Generalversammlung das Projekt vom Planungsteam Ch. Keller Design, Daniele Marques, Adrian Schiess und Artemide S.p.A. zum Siegerprojekt erkoren und es zur Weiterbearbeitung empfohlen (mehr dazu in der Infobox).

Baldachin mit Wolkenlichtern

Damit erhält die Zürcher Bahnhofstrasse nach vielseitigem Protest aus der Bevölkerung gegen die aktuelle Weihnachtsbeleuchtung wieder einen Baldachin aus Lichterketten – allerdings einen mit neuerer Technologie. «Die Lämpchen lassen sich steuern, sodass eine sanfte Bewegung, eine Art vorbeiziehende Wolke, einsetzt», erklärt der Präsident der Vereinigung Zürcher Bahnhofstrass, Dr. Markus Hünig, auf Anfrage. «Die jetzige Beleuchtung hat eine aktive, fast nervöse Stimmung verbreitet. Mit der neuen wollten wir aber nicht einfach nur Lampen aufhängen, sondern auch eine Bewegung einbringen.»

Mein Kommentar vor vier Jahren in rhetorik.ch:

  1. rhetorik.ch aktuell: Umstrittene Weihnachtsbeleuchtung

    2. Dez. 2005 ... Es geht hier um die neue Weihnachtsbeleuchtung der Zürcher Bahnhofstrasse, wo ein Hightech-Event angekündigt worden ist. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/12_02.html - 9k - Cached - Similar pages
  2. rhetorik.ch aktuell: Kunst, Kitsch und Kunst

    Auch die neue Weihnachtsbeleuchtung an der Bahnhofstrasse, die 2005 mit LCD Lichtröhren installiert worden war, wurde vom Publikum nicht akzeptiert. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/07/07_14/index.html - 8k -Cached - Similar pages

    Weihnachtsbeleuchtung

    Die Romantik kehrt zurück

    Quelle: 20 Min

Wer nicht konsequent regiert, wird bestraft.

Es war mir unvorstellbar, dass man hoch und heilig schwört, nicht mit den LINKEN zu paktieren um nachher wortbrüchig zu werden. Der heutige Scherbenhaufen der SPD ist die logische Konsequenz aus dieser Windfähnchenpolitik.

Die heutige Meldung erstaunt mich somit nicht! Mich hätte es gewundert, wenn das Ränkespiel gelungen wäre.

Bild online:

Andrea Ypsilanti gescheitert Yps! Die Pannen-Show der Hessen-SPD

Wie geht es jetzt weiter?

Andrea Ypsilanti ist gescheitert. Schon vor der geplanten Wahl ist ihr Traum vom Ministerpräsidentenamt geplatzt! Pannen-Partei Hessen-SPD!

SPD-Vize Jürgen Walter und die drei Abgeordneten Dagmar Metzger, Silke Tesch und Carmen Everts verweigerten Ypsilanti die Gefolgschaft.

Somit steht fest: Eine rot-grüne Minderheitsregierung unter Tolerierung der Links-Partei wird es nicht geben.

Wie eine „Löwin“ werde sie um die Macht in Hessen kämpfen, hat Andrea Ypsilanti einmal gesagt. Jetzt endet sie wohl als Bettvorleger eines kommenden Ministerpräsidenten.

Jürgen Walter begründete den K.o.-Schlag für Ypsilantis Ambitionen so: „Ich kann diesen Weg meiner Partei in Hessen nicht mitgehen.“

Ypsilanti kann damit nur noch auf 53 statt die erforderlichen 56 Stimmen bauen. Die Absage ihrer Kandidatur gilt jetzt als sicher.

SPD-Chef Franz Müntefering nannte den gescheiterten Machtwechsel einen „schweren Schlag“ für die hessische SPD. Die Nachricht sei mit einer „Mischung aus Betroffenheit und Empörung“ aufgenommen worden.

Kein Einfluss auf den Bundestagswahlkampf: „Es wird eine Zusammenarbeit der SPD mit der Linken auf Bundesebene nicht geben. Definitiv“, sagte Müntefering.

Kommentar:

Müntefering sollte nicht von einem schwere Schlag sprechen. Er selbst riet früher auch von einer Zusammenarbeit mit den Linken ab.

Man sollte nie vergessen, was man früher gesagt hat. Für mich war der Scherbenhaufen vorhersehbar.

Blicken wir zurück. Ich schrieb in diesem Blog schon am 7. September:

Kurt Beck tritt als Parteichef der SPD überraschend zurück. Er führte die Partei in ein Tief. Er taktierte mit den Linken. Er trat heute enttäuscht und sauer zurück. Er beschuldigt nun die Medien. Wir verfolgten seine Auftritt seit Jahren und vertreten die Meinung: Er verschuldete den Niederlage selbst.

Mich würde es nicht wundern, wenn die Partei nach der Niederlage in Hessen wiederum den Medien die Schuld in die Schuhe schiebt.

SPD- DEBAKEL IN HESSEN

Ypsilanti maßlos enttäuscht von SPD- Rebellen

Es war ein Schock, der Andrea Ypsilanti einen halben Tag von der Bildfläche verschwinden ließ - erst acht Stunden nach dem Eklat um die SPD-Rebellen trat die hessische Parteichefin vor die Presse. Sie klang bitter, zeigte sich "maßlos enttäuscht"

Quelle: spiegel-online

Finanzminister Hans - Rudolf Merz wieder auf Deck

Im Bernerhof war ein Bundesrat zu sehen und zu hören, dem man die schwere Zeit nach der Herzoperation nicht anmerken konnte. Weder Sprech- noch Denkstörungen konnten festgestellt werden.

Tagi online:

Sechs Wochen nach seinem Herzstillstand ist Bundesrat Hans-Rudolf Merz in sein Amt zurückgekehrt. Er reagiert gelassen auf die Attacken des deutschen Finanzministers Peer Steinbrück.

Wieder im Amt: Finanzminister Hans-Rudolf Merz.

«Ich bin ausgesprochen dankbar und glücklich, dass ich wieder fit und voller Tatendrang bin», sagte Bundesrat Hans-Rudolf Merz an seiner ersten Medienkonferenz nach seinem Spitalaufenthalt. Die Journalisten interessierte der gesundheitliche Zustand des Magistraten, der sich einer Bypass-Operation unterziehen musste.

Er habe ausserordentliches Glück gehabt - in neun von zehn Fällen ende eine solche Angelegenheit böse, sagte Merz und dankte seinem privaten Umfeld, seiner Stellvertreterin, den Mitarbeitenden und den Ärzten. Das Ereignis sei für ihn überraschend eingetreten. Es habe sich gezeigt, wie sehr manchmal Gesundheit und Krankheit, Leben und Tot beieinander sein könnten.

Zur Finanzkrise:

Aber nicht nur die Gesundheit, auch ein Land und eine Wirtschaft könnten - wie dies geschehen sei - über Nacht in Schwierigkeiten geraten. «Das haben wir jetzt erlebt mit der Finanzkrise», sagte Merz. Er betrachte es jetzt als seine Aufgabe, zur Lösung der Probleme, die jetzt entstanden seien, beizutragen und einen Beitrag an die weitere Gesundheit des Landes zu leisten. Zur Gesundheit des Landes gehöre ein gesunder Finanzhaushalt, ein vernünftiges und nachvollziehbares Steuersystem.

Zur Finanzkrise sagte Bundesrat Merz, dass er nach wie vor an die Selbstregulierung der Märkte glaube. Allerdings handle es sich bei der Finanzkrise um eine aussgergewöhnliche Situation, die besondere Massnahmen erfordere. Er warnte allerdings vor einer zu starken Regulierung der Finanzmärkte. «Wir müssen das richtige Mass finden», sagte Merz in Anlehnung an den Naturmediziner Paracelsus.

Zu den Boni:

Zum Thema Boni erklärte er, dass die Banken wieder zu ihren alten Tugenden zurückkehren müssten. «Wer unverdiente Boni bekommen hat, soll diese auch zurückzahlen», sagte Merz zu einer Frage eines Journalisten, ob der frühere UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel Boni zurückzahlen soll. Rechtlich werde es schwierig, Ospel zur Rückzahlung der Boni zu zwingen. Merz appellierte jedoch an die obersten Kader und Verantwortlichen der Banken, selbstverantwortlich zu Handeln und aus eigenem Antrieb die Boni zurückzuzahlen

Das Rettungspaket für die UBS bezeichnete Merz als sinnvoll. Einerseits stabilisiere es das Finanzsystem, andererseits konsoldiere es die UBS. Beides sei sehr wichtig für die Volkswirtschaft der Schweiz.

Zu Steinbrücks Drohung:

Ein anderes Thema ist der Steuerstreit mit der EU, der kürzlich mit den Attacken des deutschen Finanzministers Peer Steinbrück auf das Bankgeheimnis neue Brisanz erhalten hat. Bundesrat Merz reagiert gelassen auf die Vorwürfe aus Deutschland - zumindest erweckte er diesen Anschein an der Medienkonferenz. Er sei bereit, mit Steinbrück über die Steuersysteme beider Länder zu diskutieren und einige Missverständnisse auszuräumen, sagte Merz.

Kommentar: Der Finanzminister hat nun keine Schonzeit mehr. Eveline Widmer Schlumpf wird ihm den Stab als "Ersatzfinanzministerin" bereits depopniert haben. Sie hatte es - nach der Beurteilung von Fachleuten - sehr gut gemacht, auch im Umgang mit Medien. Das wird Hans-Rudolf Merz die grosse Arbeit bestimmt erleichtern.

Ueberzeugt hat mich die geschickte, wohldurchdachte Reaktion auf Steinbrücks Peitschen Attacke auf die Schweiz:

Auf den Steuerkrieg mit Deutschland angesprochen, zitierte Merz souverän das Neue Testament: «Den Splitter im Augen deines Bruders siehst du, den Balken in deinem eigenen Augen aber nicht!» Implizit heisst dies: «Es gibt Aufgaben für den deutschen Finanzminister Steinbrück, vor aallem sein Steuersystem in Ordnung zu bringen.» Merz konterte nicht mit dem Bleihammer. Er hätte sagenkönnen: "Wischen Sie bitte zuerst vor der eigenen Türe!" Und dann fügte Merz lächelnd hinzu: Jeder, der ein wenig im Internet surft, kann rasch Ratschläge finden, wie das gehen könnte.

Ich teile die Beurteilung von Blick-online:

Chapeau, Herr Bundesrat: Das war eine kompetente, witzige, machmal nachdenkliche, aber immer absolut sichere, souveräne Vorstellung!

Nachtrag 20 Min:

Peitschenschwinger Steinbrück hat «Balken im Auge»

Dass der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück gegen die angebliche Steueroase Schweiz die Peitsche schwingt, beunruhigt Bundesrat Hans-Rudolf Merz «nicht wirklich». Er werde seinem Kollegen den Spiegel vorhalten.

Die Unzulänglichkeiten der digitalen Stimmabgaben könnte McCain zum Sieg verhelfen

Manipulationen sind bei Wahlcomputern nicht mehr überprüfbar!

aus NZZ-online:

Die digitale Demokratie

In 31 Gliedstaaten der USA zählen Wahlcomputer die Stimmen der Wähler

Wahlcomputer in einer Kirche in Cedarville, Ohio.
Bild anklicken für Vollansicht
Wahlcomputer in einer Kirche in Cedarville, Ohio. (Bild: Reuters)

In 31 Gliedstaaten der USA zählen Wahlcomputer die Stimmen der Wähler −

trotz schlechter Erfahrungen.

Forscher zweifeln an der Sicherheit der Maschinen. Sie möchten die Geräte am liebsten wieder abschaffen.

Kommentar: Die Resultate bei digitalen Wahlsystemem können nachträglich nicht mehr richtig überprüft werden. Betrügereien sind leicht möglich. Ein Angestellter könnte heimlich eine Null hinten anfügen. Bei den letzten Präsidentschaftswahlen zeigte sich bereits diese Unzulänglichkeit der Wahlkomputer. Stimmzettel könnten bei Unklarheiten nachgezählt werden. Dies ist leider bei Wahlkomputern nicht mehr möglich.