Mittwoch, 23. September 2015

Der Rücktritt lag in der Luft

Der schwache Auftritt war gleichsam die Ankündigung

Ich verweise auf meine Analyse im Blog vom 22. September  2015


Zitat SRF:

Gut gebüllt WATSON:

Verkehrstypen, die das Auto nicht benützen sollten

Alle Leute, bei denen es schon so anfängt:



Leute, bei denen es so endet:



Oder so: 



Leute, die nicht parkieren wollen. Die meisten könnten es wahrscheinlich 



Was wir mit all denen machen möchten:

Leute, die mit einer HSV-Fahne rumfahren.



Nur ein Scherz. Hier ist das «Sicherheits-Motto» des Fahrers gemeint. 


«Keine Airbags – wir sterben wie echte Kerle»

Solche dummen Menschen



Andere abgelenkte Fahrer



Minderjährige



Leute, die so etwas herumkutschieren


bild: imgur

Oder das




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Bild: facebook

Bild: pinterest

Bild: instagra

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Geisterfahrer


Alle, die nicht wissen, wie das Reissverschluss-System funktioniert

Verkehrs-Anarchisten



Knatsch in der EU

Der Streit geht weiter, trotz Mehrheitsentscheid

«  Es ist noch nie vorgekommen, dass Meinungen, für die Länder rationale Argumente hatten, (...) von einer Mehrheit einfach niedergewalzt wurden, nur weil sie nicht fähig war, einen Konsens zu finden. »
Robert Fico

Der slowakische Regierungschef Robert Fico kündigte an, er wolle sich nicht an «dieses Diktat» der Innenminister-Konferenz halten. «Es ist noch nie vorgekommen, dass Meinungen, für die Länder rationale Argumente hatten, (...) von einer Mehrheit einfach niedergewalzt wurden, nur weil sie nicht fähig war, einen Konsens zu finden», sagte er vor dem Parlament in Bratislava.

Auch Tschechien kritisierte die Entscheidung scharf, Innenminister Milan Chovanec sprach von einer «leeren Geste». Deutschland wird 31'000 der 120'000 Flüchtlinge aufnehmen. Deutschlands Innenminister Thomas de Maizière betonte, dieser Anteil von 26 Prozent sei zwar nicht unerheblich, stelle aber unter dem Strich eine Entlastung dar, da Deutschland zurzeit fast die Hälfte der Flüchtlinge aufnehme. «Ohne diesen Verteilschlüssel wären viel mehr zu uns gekommen.»

Heftiger Streit in der EU

Die Verteilung der 120'000 Migranten, die zunächst Griechenland und Italien entlasten soll, hatte zu schwerem Streit unter den EU-Ländern geführt, besonders die baltischen und mitteleuropäischen Staaten waren bis zuletzt dagegen. Ungarn als einer der entschiedensten Gegner muss ebenfalls mitmachen. «Auch Ungarn muss Migranten annehmen», sagte Luxemburgs Aussenminister Jean Asselborn. Sein Land führt derzeit den Vorsitz der EU-Staaten, deshalb leitete er das Treffen.

Den ursprünglichen Vorschlag, der zu einer Entlastung für Ungarn geführt hätte, hatte die Budapester Regierung abgelehnt. Dem Land sollen nun nach Angaben von Diplomaten ungefähr 2350 Personen zunächst aus Italien und Griechenland zugeteilt werden.
Polen, das ebenfalls Bedenken gegen die Verteilung hatte, scherte aus der Visegrad-Gruppe der Gegner aus und stimmte im Rat für das Vorhaben. Von Quoten sei in der Erklärung der Innenminister nicht mehr die Rede, betonte Luxemburgs Aussenminister Asselborn. Verbindlich seien die Zahlen für die Staaten aber trotzdem.
SRF 4 News,
AUS NZZ:



Der luxemburgische Aussen- und Migrationsminister Jean Asselborn (rechts im Bild) hätte sich eigentlich einen Konsens gewünscht.

Ein EU-Gipfel soll heute das weitere Vorgehen in der Flüchtlingskrise festlegen. Die Innenminister haben die Umsiedlung von 120'000 Migranten beschlossen – gegen den Willen Ungarns, Rumäniens Tschechiens und der Slowakei.
 DIE SITUATION VERHAERTET SICH:

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat sich heute mit der Spitze der deutschen CSU über die Flüchtlingsproblematik beraten. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit CSU-Chef Horst Seehofer im oberfränkischen Kloster Banz verteidigte er seinen knallharten Kurs gegenüber Immigranten und forderte von der EU ein konsequenteres Vorgehen. Unter anderem solle die Aussengrenze in Griechenland besser gesichert werden. Orbán: «Wenn Griechenland die Mitgliedstaaten der Europäischen Union auffordert, ihre Grenzen zu sichern, könnte jedes Land freiwillig Kräfte dorthin schicken, um die Grenzen zu sichern.» Sein Zaun an der serbischen Grenze funktioniere, betonte Orbán zudem. Die illegalen Grenzübertritte seien seit dessen Fertigstellung auf einen Bruchteil zurückgegangen. Beim heutigen Treffen der EU-Regierungschefs in Brüssel zum Thema Flüchtlingskrise wolle er mehrere Lösungsansätze präsentieren.

Rumänien will ebenfalls nicht gegen die gestern beschlossenen Flüchtlingsquoten klagen, bedauert aber den Entscheid der EU-Innenminister. «Ich glaube nicht, dass verpflichtende Quoten, die durch Abstimmung festgelegt wurden, das Problem lösen. Diese mathematische Aufteilung lässt sehr wichtige Faktoren unberücksichtigt», sagte Präsident Klaus Iohannis heute in Bukarest vor dem Abflug zum Brüsseler EU-Gipfeltreffen. Auch Tschechien spart sich den Gang vor den Europäischen Gerichtshof. Die Slowakei hingegen will klagen und weigert sich sogar, die Vorgabe umzusetzen. 

DER KNATSCH GEHT WEITER

Meere bräuchten Erholung

Die Ueberfischung stoppen- aber subito!

(aus SRF)

Die biologische Vielfalt in den Weltmeeren hat in den letzten vier Jahrzehnten dramatisch abgenommen. Hauptursache ist laut dem WWF die Überfischung und Naturzerstörung durch den Menschen. Die Umweltschützer fordern Meeresschutzgebiete, nachhaltige Fischerei und mehr Klimaschutz.
Zwei Männer stehen an einem Fischernetz voller Thunfische. 
Bildlegende: Gefangene Thunfische auf den Seychellen: 
Je stärker eine Population ausgedünnt wird, 
desto länger dauert es, bis sich die Bestände 
wieder erholen. Reuters

Vergangenes Jahr waren im Mittelmeer ganze 93 Prozent, im Schwarzen Meer 86 Prozent der untersuchten Bestände überfischt. Verbessert hat sich die Situation in den Gewässern Nordeuropas. Im Nordost-Atlantik und in der Nord- und Ostsee waren «nur» rund 50 Prozent der untersuchten Fischbestände überfischt. 2009 waren es noch 86 Prozent gewesen.
Weniger Thunfische, Makrelen und Schildkröten: Die Populationsgrössen vieler Meeressäuger, Seevögel und Fische haben sich laut dem WWF-Bericht «Living Blue Planet Report» in den letzten 40 Jahren halbiert. Die untersuchten Populationen von Thunfischen und Makrelen seien sogar um 74 Prozent eingebrochen. Bei Haien und Rochen sei jede vierte Art vom Aussterben bedroht.
Hauptursache ist laut der Analyse die Überfischung. Hinzu kommt die Zerstörung von Lebensräumen: Seegraswiesen und Mangrovenwäldern, die viele Arten an Küsten beherbergen. Im Meer gelten derzeit drei Viertel der Korallenriffe, die vielen Arten eine Heimat geben, als bedroht.
«Unsere Meere brauchen dringend Erholung, um nicht vor unseren Augen zu kollabieren», sagt Karoline Schacht vom WWF. Der Verband fordert neben Massnahmen zum Klimaschutz auch Meeresschutzgebiet und eine nachhaltige Fischerei.

KOMMENTAR: Es ist eigentlich erstaunlich, dass sich die Fischer selbst schaden. Warum fehlt es an der Einsicht, dass man sich mit der Ueberfischung selbst schadet? Das erinnert mich an Personen, die den Ast absägen auf dem sie sitzen.
Die Einstellung "Nach mir die Sintflut" scheint weit verbreitet.
Vielleicht kommen die Verantwortlichen erst zur Einsicht, wenn die Meere ausgefischt sind. Mein Grossvater sagte uns einmal: "Den Kartoffeln gehen die Augen  erst auf, wenn sie im Dreck sind." 
 

Aus der "Süddeutschen Zeitung":

Die Info-Lawine



Ständig neue E-Mails und Faxe, dazu Stapel von Post: Wie man die tägliche Informationsflut eindämmt.
Papierberge bewegen sich wie Wanderdünen über den Schreibtisch, Mail-Ordner wachsen ins Monströse - viele Menschen können die Informationsmengen, die sich an ihrem Arbeitsplatz ansammeln, nicht bewältigen. Der Schweizer Kommunikationsberater Marcus Knill sucht nach Abhilfe.
Arbeitsplatz. Bücherstapel

(Foto: Foto: ddp)
SZ: Poststapel, Mailbox, Faxflut - wie viel Zeit verbringen Büroarbeiter täglich mit dem Sichten von Information?

Knill: Zu viel, nach unserer Erfahrung braucht man mehr als zwei Stunden, um sich aus der Lawine zu wühlen. Schließlich muss man alle Nachrichten lesen - es könnte ja etwas Wichtiges dabei sein.

SZ: Einen hohen Anteil hat die interne Firmenkommunikation. Wie lässt sich die hausgemachte Flut eindämmen?
SZ: Aber es geht ja eher um das Zuviel.

Knill: Und deshalb lautet die wichtigste Frage: Bei wie vielen Adressaten landen Informationen, obwohl diese gar nichts damit anfangen können?

SZ: Ist es denn nicht nachvollziehbar, dass eine Assistentin E-Mails lieber an alle weiterleitet, als sie mühevoll zu bewerten und zuzuordnen?

Knill: Information ist Chefsache. Ein gutes Informationsmanagement muss von höchster Stelle eingeleitet werden. Ein funktionierendes Intranet wirkt zum Beispiel Wunder. Allerdings muss man bereit sein, jemanden zu benennen, der sich ausschließlich mit dem Selektieren, Dosieren und Reduzieren von Nachrichten beschäftigt.

SZ: Wie luxuriös.

Knill: Rechnet sich aber, weil es Zeit spart. Wir haben gerade eine Firma beraten, die eine Viertelstelle für Informationsmanagement eingerichtet hat. Der neue Mitarbeiter hat das Informationssystem so strukturiert, dass jetzt alle Kollegen die Nachrichten, die für sie wirklich wichtig sind, selber einholen müssen. Dazu können sie sich an Stellen bedienen, die im Intranet oder am Schwarzen Brett eigens für ihre Bedürfnisse eingerichtet sind. So entsteht gezielte Information anstelle von überbordender Quantität, die auf Dauer ja sogar desinformiert, weil es für den Empfänger immer schwieriger wird, Zusammenhänge zu erkennen.

SZ: Dass Informationsmanagement betriebswirtschaftlich sinnvoll ist, leuchtet ein. Wie aber überzeugt man einen Mitarbeiter, der es womöglich genießt, sich hin und wieder zu verzetteln?

Knill: Ein guter Betrieb bringt seine Leute dazu, dass sie sich nicht langweilen wollen. Außerdem: Gute Information macht mehr Lust als schlechte.
(SZ )